Hallo zur letzten „eMobility Update“ Sendung vor unserer Sommerpause. Das sind die Themen: Daimler bringt ab 2025 nur noch Elektro-Plattformen ++ Kia EV6 mit stolzer Reichweite ++ Fisker eröffnet im kommenden Jahr erste Marken-Zentren ++ TU Graz zeigt mobilen Laderoboter ++ Und erster HPC-Ladepark im Stadtgebiet von Jena ++

#1 – Daimler macht Tempo bei E-Mobilität

Schon Ende des Jahrzehnts könnte es keine neuen Mercedes-Pkw mit Diesel- oder Ottomotor mehr geben. Die Daimler AG hat im Rahmen eines Investorentags ihre aktualisierten Planungen für den anstehenden Umstieg auf Elektromobilität vorgestellt. Das Ziel: Mercedes-Benz bereitet sich mit neuen Plattformen und Batterie-Fabriken darauf vor, bis Ende des Jahrzehnts vollelektrisch zu werden. Zumindest überall dort, „wo die Marktbedingungen es zulassen“, wie es in einer Mitteilung des Autobauers heißt. „Die Elektromobilität gewinnt an Fahrt – vor allem im Luxus-Segment, wo Mercedes-Benz zuhause ist“, sagte Daimler-Chef Ola Källenius. Und ergänzte: „Der Wendepunkt rückt näher, und wir werden bereit sein, wenn die Märkte bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig auf Elektroautos umstellen.“ Ein absolutes Absatzziel für reine Elektroantriebe definierte Källenius für seine Pkw und Vans zwar nicht. Das Unternehmen verdoppelte aber den erwarteten Anteil von Elektroautos und Plug-in-Hybriden für 2025 auf 50 Prozent.

#2 – Kia EV6 kommt 528 km weit

Der Kia EV6 bietet in der Ausführung mit der großen Batterie und dem Heckantrieb eine beachtliche WLTP-Reichweite von bis zu 528 Kilometern. Das ist das Ergebnis der jetzt abgeschlossenen Homologation. Bei der Vorstellung des Modells Ende März hatte Kia für diese Variante noch einen vorläufigen Wert von 510 Kilometern genannt. Der kombinierte Energieverbrauch für die reichweitenstärkste Version des Kia EV6 wird in den nun finalen Daten mit 16,5 Kilowattstunden auf 100 Kilometer angegeben. Die WLTP-Reichweite der Allrad-Variante mit großem Akku wird derweil nun mit 506 Kilometern beziffert, der Durchschnittsverbrauch dieser Version mit 17,2 Kilowattstunden auf 100 Kilometer.

#3 – Fisker: Marken-Zentren in Europa

Fisker hat Details zu seinen Plänen für Niederlassungen in den USA und Europa veröffentlicht. Das erste sogenannte „Brand Experience Center“ soll im ersten Halbjahr 2022 in Los Angeles eröffnet werden, dicht gefolgt von einem ähnlichen Zentrum in München. Im zweiten Halbjahr sollen mindestens vier weitere Zentren folgen – konkret in London, New York, Miami und Kopenhagen. Dass in München die erste Einrichtung dieser Art in Europa entsteht, verwundert nicht: Im Herbst 2020 hatte das kalifornische Unternehmen bekannt gegeben, dass seine Europa-Zentrale in der bayerischen Landeshauptstadt entstehen soll. Die Standortwahl soll auch wegen der Nähe zur Produktionsstätte von Auftragsfertiger Magna in Graz getroffen worden sein. die Brand Experience Center sollen laut potenziellen Fisker-Kunden die Möglichkeit bieten, die Fahrzeuge des Unternehmens zu sehen und zu erleben sowie mit Produktexperten vor Ort zu sprechen.

#4 – TU Graz zeigt mobilen Laderoboter

Kommt das Auto zum Strom oder der Strom zum Auto? Die Technische Universität Graz hat zusammen mit österreichischen Firmen den Prototyp eines voll autonomen und mobilen Laderoboters entwickelt. Dieser findet selbstständig zum geparkten E-Auto, wo ein Roboterarm das Ladekabel zum Ladeport führt und dort andockt. Nach dem Ladevorgang steckt sich der Roboter wieder ab und entfernt sich vom Fahrzeug. Beim Prototypen-Status soll es derweil nicht bleiben: Das oberösterreichische Startup Alveri will diese Laderoboter für E-Autos künftig in Serie produzieren. Bis zur Serienreife sind aber noch einige Optimierungen nötig. Sorgen bereitet den Entwicklern etwa die Stromversorgung des Laderoboters.

#5 – Erster HPC-Standort in Jena

Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck und die TEAG Thüringer Energie haben den ersten HPC-Schnellladestandort im Stadtgebiet von Jena in Betrieb genommen. Er steht in der Rudolstädter Straße im Stadtteil Winzerla. Die beiden Ladestationen mit insgesamt vier Ladepunkten stehen nahe einer viel befahrenen Ausfallstraße in Richtung der Autobahn A 4 und der Bundesstraße B 88. Sie sollen vor allem Pendler, den Durchreiseverkehr und Mieter der nahegelegenen Wohngebiete anlocken. Bis zu 150 kW Ladeleistung stehen an den insgesamt vier Ladepunkten zur Verfügung. Laden zwei Autos gleichzeitig an einer Säule, sind es jeweils 75 kW. Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, wurde der Standort bereits für weitere Ladepunkte vorgerüstet.

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