Willkommen zum „eMobility Update“. Das sind vor dem heißen Wochenende unsere Themen: Audi nach 2026 ohne neue Verbrenner ++ Renault-Mobilitätsmarke stellt Portfolio vor ++ Mazda plant für 2025 reine Elektroauto-Plattform ++ Auch Citroën ë-Berlingo bestellbar ++ Und mehr als 500 E-Scooter im Rhein versenkt ++

#1 – Audi ab 2026 mit Strom pur

Paukenschlag in Ingolstadt: Schon ab dem Jahr 2026, also in fünf Jahren, will Audi keine neuen Modelle mit Verbrennungsmotoren mehr auf den Markt bringen. Das gilt auch für Hybridfahrzeuge. Stattdessen sollen ab dann weltweit nur noch rein Batterie-elektrische Fahrzeuge neu eingeführt werden. Eine entsprechende Meldung der »Süddeutschen Zeitung« wurde gestern Abend von Audi dem SPIEGEL bestätigt. Demnach sollen die bekannten Volumen-Modelle A3 und A4 keine direkten Nachfolger mehr bekommen, sondern komplett neu konzipiert und umbenannt werden. Die letzte Premiere eines Verbrenners soll 2026 ein SUV sein. Benziner und Diesel von Audi könnten also noch bis Anfang der Dreißigerjahre vertrieben werden. Danach wolle Audi weltweit ausschließlich Batteriefahrzeuge verkaufen. Der radikale Schritt kommt nicht von ungefähr: Audi-Vorstandschef Markus Duesmann hat den Plan angeblich schon zu seinem Einstand vor einem Jahr geschmiedet. Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess sei eingeweiht gewesen.

#2 – Mobilize zeigt Strom-Trio

Mobilize, die neue Mobilitätsmarke von Renault, hat ihre Projekte für die nächsten Jahre vorgestellt. Mit den Drillingen Duo, Bento und Hippo hat die Geschäftseinheit unter anderem drei vollelektrische Shared-Mobility-Fahrzeuge für den Transport von Personen und Gütern präsentiert. Die Fahrzeuge basieren auf dem EZ-1, dem Nachfolger des Twizy. Bei Mobilize heißt das E-Leichtfahrzeug nun Duo und wird als zweisitziges, kompaktes und vernetztes Mini-Fahrzeug für Carsharing-Dienste vorgestellt. Das Modell soll zu 50 Prozent aus recycelten Materialien bestehen und selbst am Ende seines Lebenszyklus zu 95 Prozent recycelbar sein. Das Cargo-Pendant zum Duo ist der Bento, ein Mini-Lieferwagen zum Transport kleiner Güter. Der Stauraum biete ein Gesamtvolumen von bis zu einem Kubikmeter.

#3 – Mazda plant reine Elektro-Plattform

Mazda hat seine neue Technologie- und Produktstrategie bis zum Jahr 2030 veröffentlicht. Zwischen 2022 und 2025 plant der japanische Autobauer auf Basis einer neuen Architektur drei reine Elektromodelle, fünf Plug-in-Hybride sowie fünf Hybridmodelle mit Toyota-Technik. Bisher bietet Mazda mit dem MX-30 lediglich ein Elektromodell an. 2025 wollen die Japaner gemäß ihrer Roadmap dann eine reine Elektroauto-Plattformnamens „Skyactiv EV Scalable Architecture“ einführen. Diese wird und sich für diverse Fahrzeuggrößen und Karosserietypen eignen. Bis zum Jahr 2030 sollen dann alle Mazda-Modelle „einen gewissen Grad an Elektrifizierung aufweisen“. Für reine Elektroautos rechnet Mazda bis dahin mit einem Anteil von 25 Prozent am Gesamtabsatz. Das ist weniger als bei vielen anderen Autoherstellern, aber immerhin deutlich mehr als die Prognose von Mazda aus dem Jahr 2018: Damals rechnete der japanische Hersteller bis 2030 noch mit einem Hybrid-Anteil von 95 Prozent.

#4 – Citroën ë-Berlingo bestellbar

Ab sofort kann auch der Citroën ë-Berlingo in Deutschland bestellt werden. Diesen Schritt hatte wir schon erwartet, nachdem Opel und Peugeot gestern die Bestellbücher für die weitgehend baugleichen Schwesternmodelle Combo-e Life und e-Rifter bekanntgegeben hatten. Die Brutto-Listenpreise des Citroën ë-Berlingo beginnen bei 36.590 Euro. Unter Berücksichtigung der Förderprämie bleibt ein Brutto-Basispreis von 27.020 Euro. Die Auslieferungen an Kunden sollen im September beginnen. Auch der ë-Berlingo kommt wie seine Schwestermodell in zwei Längen und mit bis zu sieben Sitzen auf den Markt.

#5 – 500 E-Tretroller im Rhein versenkt

Mehr als 500 E-Tretroller haben Taucher in Köln auf dem Grund des Rheins ausgemacht, wie der WDR berichtet. Laut GPS-Daten liegen sie im Bereich der Hohenzollernbrücke in der Kölner Innenstadt. Randalierer hätten sie dort in den Rhein geworfen, heißt es. Den Kölner Bau-Taucher Markus Hambüchen und sein Team stört nicht nur der Schrott: Er berichtet, dass einige dieser Roller eine klebrige Masse absondern. Offenbar werden bei den Fahrzeugen im Rhein die Akku-Ummantelungen undicht und dann treten Chemikalien aus den Akkus aus. Das könnte die Wasserqualität des Rheins gefährden. Die mit dem Problem konfrontierten Anbieter tun sich schwer, etwas dagegen zu unternehmen.

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